Gyeongju: Teil 9 – Drehorte Expo-Park

G y e o n g j u

–  Eine Reise durch die Geschichte –

 

Kommen wir zum nächsten Ort.
Ich habe im Silla Millennium Park Beitrag nur kurz wegen der Bushaltestelle von unseren heutigen Ziel gesprochen. Direkt an der Bushaltestelle „Expo-Park“ befindet sich der gleichnamige Park, mit dem ich diesen Beitrag heute einleiten möchte, denn hier lässt sich ein wenig Geschichte lernen und ist zusätzlich ein weiterer Drehort unser Miniserie: „9 Seconds Eternal Time“.


Bus: 11, 10 oder 700 von Busterminal oder Gyeongju Station
Bushaltestelle: Expo Park – ca. 20-30 Minuten Fahrt.
Eintrittspreise und Öffnungszeiten bin ich mir nicht sicher. Als ich morgens um 8 Uhr da war, war alles leer, aber der Park offen. Da ich aber in der „Golden Week“ da war, könnte das natürlich der Grund dafür gewesen sein, oder aber die Saison war einfach vorbei.
Getränke und Toiletten ausrechend vorhanden.


Erster Blickfang und natürlich unglaublich eindrucksvoll, erstreckt sich der 82m hohe Expopark-Turm. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, ist die Bauart dieses Gebäudes sehr prägend und wichtig für Gyeongju, da das Muster der inneren Form den legendären „Hwangnyongsa-Turm“ (eines der drei historischen Schätze Gyeongjus) darstellt. Dieser Turm soll die Harmonie der Moderne mit dem Historischen verbinden – und wie ich finde, ist es sehr gut geglückt.

Expo Park - Turm
Expo Park – Turm


Info zum Hwagnyongsa (-sa = Tempel):

Eigentlich sollte der Hwangnyongsa ein Palast im Nordosten des Wolseongs (Festung, komm ich später noch drauf zurück) werden. Während des Baus im Jahre 553, im 14. Jahr von König Jinheung, erschein ein gelber Drache und der Palast wurde umgeplant zu einem neuen Tempel. Der Bau des Turms dauerte bis in Jahr 646. Sein Merkmal bestand aus einer 9-stöckigen Pagode, die die neun Nachbarländer zu der Zeit darstellen sollte.
Von unten nach oben: Japan – China – Wuyne – Jeju Island(war damals ein eigenes Land) – Baekje – Mohe – Khitan – Jucen – Goguryeo.
Während der mongolischen Invasion 1238 brannte der Turm komplett ab. Heute sind nur noch die Grundfundamente zu sehen. Alleine diese Fundamente zeigen, wie riesig dieser Tempel gewesen sein muss. Zu schade, dann dieser Turm zerstört wurde.
Die Besichtigung des alten Tempelgeländes lässt sich sehr gut mit einen Besuch zu den daneben befindlichen Bunghwangsa verbinden. Ein Tempel, der noch Überreste einer alten, früher zugänglichen Pagode und eine sehr netten Sage zu einem Brunnen aufweist.

Bunghwangsa
Bunghwangsa

Bus: Nr. 11 von Bus Terminal
Haltestelle: Bunghwangsa
Eintritt: 1200Won (Man kann für 1000 Won einen Glocke drinnen schlagen)
Öffnungszeiten: (nicht ganz sicher, aber ich glaube es war bis 20 Uhr.)
Souvenirshop auf dem Tempelgelänge (auch hier wieder der Tipp mit dem Erfragen des Geburtsjahres für Mitbringsel für Bekannte und Freunde.


In 10-20 Minuten ist man mit der Besichtigung durch und kann sich aufs freie Feld (Fußweg von ca 5-10 Minuten) zum alten Tempelplatz des Hwangnyongsa machen. Der Weg ist ausgeschildert und ist ein kleiner Feldweg, direkt gegenüber des eigentlichen Eingang des Tempels liegt. Rechts des Weges kann man noch alte Steinsäulen betrachten, die früher dazu dienten, Flaggen aufrecht hinstellen zu können.

So soll der Tempel ausgesehen haben
So soll der Tempel ausgesehen haben


Zurück zum Expo Park.
Da ich sehr früh dort ankam, war noch keiner in diesem Park zu sehen und wahrscheinlich wäre ich auch nicht auf die Idee gekommen in diesen Turm hinein zu gehen, wenn nicht in diesem Moment ein netter älterer Herr um die Ecke kam und mich wie immer mit der Frage ansprach, wo ich denn herkäme. Danach zeigte er mir den Aufzug und erzählte mir, dass es dort zwei Ausstellungen gäbe.
Auf der ersten Oberetage gibt es eine kleine Geschichtsausstellung zum Aufbau der damaligen Hauptstadt. Ich bekam sogar eine kleine Führung und Erklärung dazu. Sehr freundlich!

gyeongju

Danach kann man noch einige Handelrouten bestaunen und kommt im hinteren Teil zu dem 3-D Visions Stand, an dem auch unsere beiden Hauptprotagonisten auf ihren Date die Zeit vertrieben haben. (Übrigens kann man den Aufbau der Sokuram-Grotte sehen, die ich in dem gleichnamigen Beitrag erwähnte, dass man dort keine Fotos machen durfte – in der Serie wird das kurz gezeigt.)

Park Szenen

Info zur Festung:

Sehr beeindruckend fand ich die Wolseong (Seong= Festung) die sich über den ganzen Berg erstreckte, aber ebenfalls wie der Tempel bei der mongolischen Invasion zerstört wurde. Vom Palast sind nur noch abgedeckte Ausgrabungsstellen zu sehen. Ich glaube, ich wäre so begeistert gewesen, wenn diese Festung noch gestanden hätte. ^^ Nach der Miniaturansicht, wirkt sie sehr beeindruckend.

Allerdings hat man drei Gebäude des Hauptpalastes zur Zeit des vereinten Silla (drei Gebäude aus dem Donggung Palast – Palast des Kronprinzen) östlich der Festung neu aufgebaut. Blickfang dieses Neubaus (damals wie auch heute) ist der kleine Teich (Wolji) mit Seerosen. Ein schöner Anblick und für einen Spaziergang oder einer kleinen Pause gut geeignet. Die Anlage wird in den Karten unter Donggung Palace and Wolji Pond geführt, oder kurz „Anapji“. Es ist jedoch kein Vergleich mit den Bauten aus den Hauptpalasten in Seoul.

Bus: Nr. 11 von Bus Terminal
Haltestelle:
Eintritt: 2000 Won
Öffnungszeiten: bis 22 Uhr
Getränke und Toiletten vorhanden.

Anapji
Anapji

Gegenüber des Anapji ist ein kleiner Vorführraum in dem ein ca. 15 minütiger Film zur Geschichte Sillas gezeigt wird. Er wird auf koreanisch gezeigt, enthält aber englische Untertitel.
Eintritt: frei
Öffnungszeiten: weiß ich leider nicht, stand keine Uhrzeiten dran. Ich war jedoch zweimal nachmittags dort und beide Male lief der Film.

Zurück zum Expo Park:

Ein Stockwerk höher gibt es eine Ausstellung zur Gesichte des K-Dramas (leider in Koreanisch) und zur historischen Kleidung in Silla. Dort wurde die Szene gedreht, in der sich So Ra für ein Foto in traditionelle Kleidung wirft und anschließend das Gespräch über den Unfall von Yo Chans Eltern. Man hat dort einen nette Aussicht über den Park und dem gegenüberliegenden „Shilla Millenium Park“.

Außerdem sind dort beim Spazierengehen noch einige andere Drehort zu finden.
– Arbeitsplatz ihrer Mutter,
– Die Halle für die Akrobattenaufführungen (war leider geschlossen),
– Verschiedene Parkszenen

Park Szenen
Park Szenen

9seconds-expo-k
Natürlich war ich neugierig, ob das Bild auf dem So Ra Yo Chan einen Kuss gibt auch in dem Park gedreht wurde und machte mich auf die Suche nach dem richtigen Winkel zum Turm. Tatsächlich gibt es ganz hinten im Park einen kleine Kunstaufstellung und dessen Hinterterasse war die Filmlocationen dieser Szene.

9 Seconds Kussszene
9 Seconds Kussszene

Daneben findet sich noch ein netter Skulpturenpark, in dem man den berühmten 14-seitigen Würfel (für die damaligen Trinkspiele im Könighaus) Gyeonjus in einer etwas größeren Form bewundern kann.

Außerdem kann man in dem Park noch eine Dino-Austellung, verschiedene kleine Parkanlagen und nach Nationen geordnette Straßenstände sehen. Ein 3DKino, ein Puppen/Schattentheater und dieverse kleine Ausstellungen sind dort ebenfalls zu besuchen.

Vor dem Park ist natürlich noch die Kreuzung, wo der Unfall passierte. Der darf natürlich nicht fehlen.

Unfallkreuzung
Unfallkreuzung

 

Das wars zum Expo-Park und den zusätzlichen Verbindungen zu weiteren Sehenswürdigkeiten in Gyeongju.
Damit habe ich Gyeongju vorerst abgeschlossen und werde als nächstes die Themen: Jinju, Busan und Goeje bearbeiten.

 

 

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